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Diese Webseite fasst die Ergebnisse unserer Arbeitsgruppe zum Thema „Eliteschulen in Deutschland“ zusammen. Forschungsziel der Untersuchung ist es, die Existenz von Eliteschulen in Deutschland nachzuweisen, welche in direktem Bezug zum Geld-Macht-Apparat, also der Machtelite der Bundesrepublik Deutschland stehen. Fragestellungen sowie Forschungsinteresse resultieren aus der Beschäftigung mit den „Strukturen und Akteuren des Reichtums“ im Rahmen eines Seminars an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter der Leitung von H. J. Krysmanski: „Nicht nur also wird Macht monetarisiert, sondern durch die Geldelite werden umgekehrt Geldwerte auch vermachtet.“ Die neue Mitte der Gesellschaft hat ein lebendiges Interesse an den Früchten elitärer Bildung und Forschung. Es fließen ungeheure Mengen als Förderungsmittel aus privaten Taschen und öffentlichen Fonds an Schulen und Universitäten: Investitionen, welche den Geldgebern ein Mitspracherecht und weitreichende Kontrolle über den Lehrablauf und den Ertrag der verschiedenen Institutionen ermöglicht.

 

Pierre Bourdieu untersuchte im Rahmen von Studien über das ihm vertraute Bildungssystem Frankreichs die Reproduktionsmechanismen des Universitätsapparates. Ähnlich wie in seinen theoretischen Ausführungen bezüglich klassenspezifischer Verhaltensmuster („Habitus“), welcher die Strukturen der Gesellschaft repräsentiert und gleichzeitig mitgestaltet, führt er die Universitätslandschaft, ihre Forschungszentren und fachlichen Ausrichtungen auf ein spezielles Interesse homogener Gesellschaftsklassen zurück: „Das universitäre Feld reproduziert in seiner Struktur das Macht-Feld und trägt zugleich vermittels der ihm eigenen Auslese und Wissensvermittlung zur Reproduktion von dessen Struktur bei.“

 

Die Inhalte dieser Webseite sollen darlegen, in welchen Formen und Prozessen sich die Einflussnahme der Geld- und Machtelite auf das Bildungswesen äußert. Da die Kontrollausübung zumeist verschleiert stattfindet und unter dem Deckmantel der Leistungsförderung oder Philanthropie verborgen bleibt, tappt diese Forschungsarbeit zumeist im Dunkeln und bewegt sich auf stark verzweigten Pfaden. Sicherlich stehen die Forschungsbemühungen zu Themen wie Reichtum oder Geldmacht noch am Anfang ihrer etwas detektivischen Aufdeckungsarbeit, somit dienen investigativer Journalismus und private Graswurzelforschung als Denkanstöße und Richtungspfeiler.

 

 


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Eine Arbeit von Kathrin Schulte-Eppendorf und Lukas Ley Alle Texte von Schulte-Eppendorf und Ley - Verwendung von Quellentexten und Zitaten s. Literaturverzeichnis