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Dem Betrachter des deutschen Bildungswesens bietet sich zunächst das Bild einer relativ gerechten und geordneten Institution, in der es auf den ersten Blick weder eine totale Benachteiligung sozial schwacher Schüler, noch eine zu starke Förderung des Großbürgertums gibt.

 

Die einzelnen Stufen des Schulsystems werden lediglich an zwei Stellen, nämlich nach Beendigung der Grundschule und nach dem Erwerb eines weiterführenden Abschlusses, dazu verwendet, eine Auslese zu treffen, was, verglichen mit anderen europäischen Staaten, wie etwa Frankreich, eine sehr geringe Kontrolle von außen ist. Dennoch schaffen ca. 60% der deutschen SchülerInnen es nicht, diese „Hürde“ zu überwinden. Sie scheiden nach Beendigung der Pflichtschulzeit, also nach der 10. Klasse, aus.

 

Durch diese Tatsache drängen sich dem Betrachter zahlreiche Hinweise darauf auf, dass eben doch eine gewisse „Ordnung“ innerhalb der Verteilung auf die jeweiligen Schulsysteme existiert. Studien wie PISA belegen deutlich, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien eine geringere Zugangschance zu höheren Bildungssystemen haben, wie Kinder aus gut situierten Familien. Eine Studie von Fuchs/Sixt macht deutlich, dass die Herkunft der Eltern und deren Bildungsabschluss entscheidend ist für den erreichten Bildungsabschluss des Kindes. Demnach erreichen 51% der Kinder den Bildungsabschluss der Eltern, ein Drittel sogar einen höheren als die Elterngeneration.

 

Diese Tatsache liefert einen Hinweis für weitere Überlegungen.

 

Welcher Tatsache ist es zu verdanken, dass Kinder aus bildungsnahen, ökonomisch gut positionierten Familien öfter einen erfolgreichen Bildungsweg beschreiten können und damit auch Erfolg im Berufsleben haben, als andere?

 
 
 

Hier ist es sinnvoll, sich vor Augen zu führen, welche Strategien und Muster für diese Entwicklungen  verantwortlich sein könnten. Im Zuge der Bildungsexpansion in den 60er und 70er Jahren wurden viele offensichtliche und „ungerechte“ Zustände ausgemerzt, alle Schüler sollten die gleichen Chancen erhalten. Tatsächlich ist es auch heute noch so, dass alle Berufszweige und späteren Lebensläufe in ein und derselben Einrichtung geschehen, der Grundschule.

 

Auch innerhalb der weiterführenden Bildungsanstalten besucht sowohl die spätere „Elite“, als auch die späteren „Normalverdiener“ und die entstehende „Arbeiterschicht“ das gleiche Bildungssystem.

 

Ökonomische Faktoren, die in andern Ländern ein wichtiges Auswahlkriterium für eine bestimmte Schulart sind, kommen in Deutschland erst bei der Frage nach der monetären Unterstützung der Schule ins Spiel, nicht bereits bei der Frage welche Schule gewählt wird. Ob es ein schulspezifischer Förderverein oder großzügige Spenden einiger engagierter Eltern (wobei das Motiv dieses „Engagements“ noch zu erläutern wäre...) sind, es bleiben freiwillige Ausgaben, die der Schule lediglich die Instrumente zur Hand geben soll, die diese braucht, um eine möglichst gute Bildung zu vermitteln.

 

Auffällig ist, dass sich an bestimmten Schulen, speziell Gymnasien, solche „Spenden“  häufen, die SchülerInnen dort zu einem sehr hohen Anteil aus dem Großbürgertum stammen und oft an diesen Schulen unter sich bleiben.

 
 
 

Wie haben im Folgenden vier Schulen exemplarisch herausgezogen, an denen sich solche Entwicklungen erkennen lassen und die Zahl derjenigen Kindern aus bildungsnahen Familien besonders hoch ist. Hierzu zählen neben der Goetheschule in Essen, dem evangelisch stiftischen Gymnasium Gütersloh und ein Gymnasium in Frankfurt. Zur weiteren Anschauung und zum direkten Vergleich zwischen zwei Universitäten, die „Elitecharakter“ haben, werden wir die Eberhardt-Karls Universität Tübingen und die Business School in St. Gallen in der Schweiz betrachten.

 

 


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Eine Arbeit von Kathrin Schulte-Eppendorf und Lukas Ley Alle Texte von Schulte-Eppendorf und Ley - Verwendung von Quellentexten und Zitaten s. Literaturverzeichnis